![[PDF] Uveitis: Klinik - Diagnose - Therapie; Ein Leidfaden Für Die Praxis (German Edition) KOSTENLOS DOWNLOAD](https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/514JKBtsr4L._SS400_.jpg)
Allzuoft empfindet der Augenarzt angesichts eines neuen Patienten mit Uveitis ein GefUhl der Hilflosigkeit. Aus Unsicherheit iiber die Atiologie der Erkrankung ordnet er eine groBe Zahl von Laborunter- suchungen an (sie sind nicht immer notig); und beginnt eine Corti- costeroidtherapie. Diese oft inadaquate Versorgung ist einerseits Folge einer gewis- sen Vernachlassigung dieser Krankheitsgruppe wahrend der Ausbil- dung zum Facharzt; andererseits durch die Abhangigkeit von Lehr- biichern bedingt; die eine groBe Anzahl uveitischer Syndrome beschreiben und in alphabetischer Reihenfolge anfUhren; wobei weni- ger klinische als vie1mehr wissenschaftliche Gesichtspunkte im Vor- dergrund stehen. Ungliicklicherweise klagen die Patienten in der Praxis des Augen- arztes aber nicht iiber die Beh etsche Erkrankung; die Sarkoidose; oder das Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom. Sie klagen vie1mehr iiber Schmerzen; ein rotes Auge; Lichtscheu; Verschwommensehen; Fliegen vor den Augen und andere Probleme. Das Spektrum der klinischen Zeichen reicht von einem reizfreien Auge mit zystoidem Makulaodem und Zellen im Glaskorper bis zu einem Auge mit knall- roter Episklera; groBen speckigen Prazipitaten auf der Hornhauthin- terflache; einem Hypopyon; und Exsudaten urn die RetinageraBe. Gelegentlich kann man auch nichtophthalmologische klinische Zei- chen; wie etwa ein entziindetes Gelenk oder Hautveranderungen zu- gleich mit der Augenerkrankung beobachten. Es miissen auch zahl- reiche andere wichtige Gesichtspunkte in Erwagung gezogen werden; die nicht unmittelbar mit diesen Symptomen zusammenhangen. Zum Beispiel kann die Erkrankung einseitig oder beidseitig auftreten und der Beginn kann beinahe unbemerkt oder sehr plotzlich verlaufen.
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